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Wann macht eine GmbH Sinn? Organisatorisch, rechtlich, steuerlich?

In der Kategorie „Mythos Steuern Sparen“ räumt Steuerberater Michael Wohlfart und Christopher Krug falsche Tatsachen aus dem Weg, beantwortet Fragen rund um die Rechtsformwahl und zeigt dir, wie du steuerlich alles richtig machst.

Frage: Wann macht eine GmbH Sinn? Organisatorisch, rechtlich, steuerlich?

Wenn du Unternehmer bist oder gründen willst, hast du sicherlich schon gesagt bekommen, dass eine GmbH die beste Rechtsform sei und du damit Steuern sparen kannst. Das ist erstmal Steuer-Spar-Marketing-Bullshit. Wie so oft, kommt es auf deine persönliche Situation an. Im Wesentlichen gibt es 3 Punkte, wann eine GmbH Sinn macht:
  1. Du gründest nicht allein Wenn du mit mehr als einem Gesellschafter gründest, würde ohne besondere Regelungen eine GbR entstehen. In einer GbR haftet jeder Gesellschafter voll mit seinem Privatvermögen für alle Schulden der GbR. Auch wenn der andere Gesellschafter Fehler macht, haftest im Zweifelsfall Du. Aus diesem Grund ist es bei mehr als einem Gründer in der Regel nicht zu empfehlen eine GbR zu gründen. Neben der GmbH gibt es auch andere Rechtsformen, mit denen man haftungsbegrenzt gründen kann. Die GmbH ist aber die Häufigste.
  2. Haftungsschutz Wie bereits erwähnt, spielt deine Haftung eine zentrale Rolle. Auch, wenn du alleine gründest, musst du dir folgende Fragen stellen: „Habe ich in meinem Geschäftsmodell wesentliche Haftungsrisiken? Als Einzelunternehmer würdest du für diese Risiken im worst case mit deinem Privatvermögen haften! Und: „Will ich diese Haftungsrisiken begrenzen, indem ich eine andere Rechtform als ein Einzelunternehmen wähle? Dabei macht es natürlich einen Unterschied, ob du mit deinem Unternehmen eine eher risikoarme Dienstleistung erbringst oder ob du Elektrogeräte produzierst und vertreibst.
  3. Vermögensaufbau Das ist erst der erste steuerliche Punkt, der für deine Entscheidung relevant ist. Nur, wenn du mehr verdienst als du zum Leben brauchst und dementsprechend Geld in der GmbH belassen kannst – Stichwort Gewinnthesaurierung – dann kannst du die GmbH nutzen, um über die Thesaurierung deiner Gewinne leichter und schneller Vermögen aufzubauen. Du lässt also die Gewinne in der GmbH und musst darauf vorerst keine Steuern auf privater Ebene zahlen. Steuern Sparen kannst du damit aber nicht wirklich. Das schauen wir uns in einem der nächsten Videos genauer an.

Meine Empfehlung:

Grundsätzlich ist die Entscheidung für oder gegen eine GmbH sehr individuell und hängt mindestens genauso von den nicht steuerlichen Aspekten ab (Haftung & Co.), wie von den steuerlichen Punkten (Steuerstundungs-Effekt bzw. Zinseszins-Effekt). Grob kann man sagen, dass eine GmbH ab 40.000 € bis 100.000 € Gewinn steuerlich Sinn macht. Das hängt davon ab, was du zum Leben brauchst und wie viel Gewinn du in der GmbH lassen kannst.

Wenn du dich dann für eine GmbH entschieden hast, macht es in meinen Augen fast immer Sinn, das Ganze mit einer Holding zu kombinieren.

Wenn du lieber Michaels Antwort hören willst, dann schau dir hier unser passendes Video zum Thema an. Darin beantwortet Michael ausführlich die Frage „Wann macht eine GmbH Sinn? Organisatorisch, rechtlich, steuerlich?

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